Schon- und Jagdzeiten in der BRD nach Bundesländern

(Hamburg)
Hamburger Verordnung über jagdrechliche Regelungen vom 11. Mai 1993 (GVOBl, S. 96), zuletzt geändert durch Verordnung vom 17. Oktober 2000 (GVOBl. S. 322)

Auf Grund von § 27 Nummern 1 und 4 des Hamburgischen Jagdgesetzes vom 22. Mai 1978 (Hamburgisches Gesetz- und Verordnungsblatt S. 162), zuletzt geändert am 11. Juli 1989 (Hamburgisches Gesetz- und Verordnungsblatt S. 132), wird verordnet:

§ 1
Eine weitere Tierart, die dem Jagdrecht unterliegt, ist der Waschbär.


§ 2
(1) Abweichend von § 1 Absatz 1 der Verordnung über die Jagdzeiten vom 2. April 1977 mit der Änderung vom 22. März 2000 (Bundesgesetzblatt I Seite 531, 2000 I Seite 243) werden Jagdzeiten wie folgt abgekürzt:
  1. Rotwild
    Kälber, Schmalspießer und Schmaltiere vom 1. August bis 31. Januar
  2. Dam- und Sikawild
    Kälber, Schmalspießer und Schmaltiere vom 1. September bis 31. Januar
  3. Rehwild
    Kitze vom 1. September bis 31. Januar
    Schmalrehe vom 1. Mai bis 15. Juni sowie vom 1. September bis 31. Januar
  4. Feldhasen vom 1. Oktober bis 31. Dezember
  5. Dachs vom 16. September bis 31. Oktober
  6. Rebhühner vom 1. September bis 30. November
  7. Fasanenhähne vom 16. Oktober bis 15. Januar
  8. Ringeltauben vom 15. Oktober bis 31. März
  9. Graugänse vom 1. November bis 15. Januar

(2) Die Jagd darf ausgeübt werden auf Waschbären vom 1. September bis 30. April.
(3) Für Baummarder, Iltisse, Hermeline, Mauswiesel, Seehunde, Fasanenhennen, Türkentauben, Höckerschwäne, Bläß-, Saat- und Ringelgänse, alle übrigen Wildenten außer Stock- und Reiherenten, Bläßhühner, Lach-, Sturm-, Silber-, Mantel- und Heringsmöwen wird die Jagdzeit aufgehoben; sie sind das ganze Jahr hindurch mit der Jagd zu verschonen.


§ 3
Die zuständige Behörde kann für Wildkaninchen in Einztelfällen Ausnahmen von dem Verbot zulassen, Elterntiere in den Setz- und Brutzeiten zu jagen (§ 22 Absatz 4 Satz 1 des Bundesjagdgesetzes in der Fassung vom 29. September 1976 - Bundesgesetzblatt I Seite 2850, zuletzt geändert am 23. September 1990 - Bundesgesetzblatt II Seiten 885, 1017), wenn das biologische Gleichgewicht gestört ist oder wenn Gründe der Landeskultur oder Lehr- und Forschungszwecke eine Ausnahme rechtfertigen.


§ 4
Die zuständige Behörde kann die Schonzeiten für bestimmte Gebiete oder für einzelne Jagdbezirke in Einzelfällen aus besonderen Gründen aufheben, insbesondere aus Gründen der Wildseuchenbekämpfung und Landeskultur, zur Beseitigung kranken oder kümmernden Wildes zur Vermeidung von übermäßigen Wildschäden, zu wissenschftlichen Lehr- und Forschungszwecken, bei Störung des biologischen Gleichgewichtes oder der Wildhege.


§ 5
Mit Inkrafttreten dieser Verordnung treten die Verordnung über die Bestimmung einer weiteren dem Jagdrecht unterliegenden Tierart vom 17. September 1985 (Hamburgisches Gestz- und Verordnungsblatt Seite 272) und die Verordnung über Sonderbestimmungen für die Jagdzeiten vom 17. Juli 1979 (Hamburgisches Gesetz- und Verordnungsblatt Seite 241) in ihren geltenden Fassungen außer Kraft.





powered by
http://wild-web.net